Ox und Esel

Ox und Esel, eine Art Krippenspiel

 

VON NORBERT EBEL

ins Bayerische von Robert Ludewig

für ALLE ab ca. 5 Jahre (Dauer ca. 50 Minuten)

Eine Weihnachtsgeschichte, erzählt aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel: Stille Nacht! Von wegen, nicht in diesem Stall. Ox hat die Schnauze voll. Da liegt ein plärrendes Neugeborenes Menschlein in seiner Futterkrippe voll Heu, von draußen poltern die Soldaten des 'Herrn Rhodes' an die Tür und im nächtlichen Schneegestöber schleichen verwirrte, ausländische Könige mit Geschenken 'für den Matthias' um den Stall herum. 'Esel', poltert der norddeutsche Ox, 'mach das weg!' der bayerische Esel denkt aber nicht daran. Zu niedlich, zu hilflos ist das kleine Bündel Mensch und weist darauf hin: 'Es kannt ja a des Jesuskind sa, is doch de Zeit dafia!'. Er rekonstruiert die Weihnachtsgeschichte, um herauszufinden, wie das Kind in die Krippe gekommen sein könnte. Wird sich der Esel durchsetzen können oder behält der mürrische Ochse Oberhand, der nur seinen ruhigen Feierabend im Kopf hat? Darf das Kind in der warmen Krippe liegen bleiben, oder wird es in die Kälte ausgesetzt?

In der Inszenierung von Südsehen werden die Figuren "Ox" und "Esel" nicht verkünstelt als Tiere dargestellt, sondern als Menschen mit tierischen Eigenschaften. Die von ihrem Aussehen her an die Menschen erinnern, die man zur Weihnachtszeit allzu gern vergisst. Menschen die am Rande der Gesellschaft leben. Die Rolle des Esels wird bayerisch gesprochen um den heimischen Dialekt auch wieder den Kindern nahe zu bringen. Eines Abends wird der Stallfrieden empfindlich gestört: Ox findet in seiner Krippe ein Menschenkind. Die zwei Junggesellen müssen sich erst einigen, ob sie das Kind behalten oder "irgendwie loswerden" sollen. Das Stück ist eine Parabel über Menschlichkeit und Mitgefühl, Verantwortung und Rücksicht. Immer wieder fließt die Weihnachtsgeschichte in die Handlung ein. Mythen, Legenden werden vom Gestern ins Heute übertragen - Am Ende bleibt aber offen, ob es sich tatsächlich um das Jesuskind handelt - diese Weihnachtsgeschichte entlässt Kinder mit dem Gefühl, ein herrliches Märchen gesehen zu haben. Erwachsene nehmen eine Geschichte mit, die voller Humor viele große und kleine Fragen berührt. Ein wichtiger Satz im Stück: "Was ist bloß mit den Menschen los: einkaufen gehen sie, Politik machen sie, aber ihre Kinder lassen sie einfach so liegen." Neben dem ganzen Weihnachstbrimborium wird der Kern der Geschichte oft einfach vergessen: Dass da einer schutzlos geboren wird, der für Barmherzigkeit und Nächstenliebe steht.' Weihnachten sollte den Blick auf die Menschen richten, die am Rand der Gesellschaft einsam sind oder von Krieg, Hunger und Verfolgung bedroht sind. Eine solche Sicht auf Weihnachten birgt gesellschaftliche Brisanz, denn Flüchtlingsfamilien haben wir reichlich, noch und nöcher auf der Welt. Und an die denkt wahrscheinlich keiner bei der Weihnachtsgeschichte. Ochse und Esel an der Krippe könnten ein Anlass sein, sich an das zu erinnern dass Unrecht, Verfolgung, Gewalt und Krieg nicht das letzte Wort haben sollen.

 

Für Theaterfreunde im Alter von ca. 5 - 99



Daten auf einen Blick

Es spielen

Robert Ludewig
Thomas Roon

Inszenierung

Simone Birkner

Bühnenbild und Kostüm

Aylin Kaip

Dramaturgie

Robert Ludewig

Video

Bilderfängerfilm

Premiere

am 5. Dezember 2014,

Einstein-Kultur in München

Tourneeangebot:

Gastspielinformation

 

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gastspiele@suedsehen.de

+49 (0)89 99160651

Feedback unserer Schulgastspiele

Helen-Keller-Realschule

Gastspiel am 21.12.2016 für die 5. bis einschließlich 10. Jahrgangsstufe

Frau Simone Mayr Lehrerin: "Bei uns an der Schule hat das Theaterstück "Ox und Esel" sowohl den Lehrkräften als auch den Schüler_Innen sehr gut gefallen, v.a. die jüngeren Schüler_innen haben bei einigen Szenen sehr gelacht. Mit der Organisation im Vorfeld und auch am Veranstaltungstag waren wir sehr zufrieden, alles lief reibungslos und wie besprochen. Sehr gut war auch, dass z.B. Scheinwerfer mitgebracht wurden und das Stück ohne Mikrophone für die Schauspieler auskam, was für uns an der Schule die Vorbereitungen sehr vereinfachte. Schön fand ich auch die hohe Flexibilität des Ensembles, was die Bühnengröße oder den zeitlichen Rahmen für die Aufbauarbeiten betraf. Wir empfanden die Zusammenarbeit mit dem Schauspielensemble Südsehen als sehr angenehm und unkompliziert. Die Vorstellung war für uns eine schöne Einstimmung auf das Weihnachtsfest und wir können sie guten Gewissens anderen Schulen weiterempfehlen."

Grundschule Hohenlinden

Gastspiel am 22.12.2016 für die 1. bis einschließlich 4. Jahrgangsstufe

Schulleiter Herr Reinold Sporer "...Und dennoch wollen die beiden Akteure das Kind am Ende nicht mehr hergeben und die Zuschauer, Lehrer wie Kinder hätten gerne noch mehr gesehen. Unser Fazit: Eine empfehlenswerte Vorstellung für Kinder und Erwachsene ... Wir bedanken uns für die professionelle organisatorische Zusammenarbeit und die tolle Vorführung!"

Pressestimmen:

 

 

Theatertogo (vom 5.Dezember 2014)

"..Beide Herren spielen mit Herz und Seele und schaffen es, ihren Figuren sowohl tierische als auch liebenswerte menschliche Züge zu verleihen. Der Ochse ist aufbrausend und laut, der Esel listig aber schnell eingeschüchtert. Durch viele Slapstick-Einlagen und großen Momenten der Freundschaft packen die beiden nicht nur die Kinder im Publikum...."

 

Zuschauerstimmen:

"... Ihr ward sooo toll und süß! Was habe ich gelacht! So köstlich! Auch die Kids haben ganz viel gelacht. Es hat uns allen ganz viel Spaß gemacht. Super gespielt, toll inszeniert, klasse Bühnenbild mit Krippe und Heu... warmes schönes Licht. Tolle Textfassung. Sehr originelle und liebevolle Kostüme! Der Hammer waren ja die Krawattenohren!! Ich bekam mich deshalb die ersten Minuten nach dem ersten Auftritt nicht mehr ein..." (vom 14.12.2014)

Stimmen der Kleinen zur Vorstellung:

Beim Nachgespräch von "Ox und Esel" vom 12.12.2014 : "Warum weiß der Ochs nie dass die Maria heißt und nicht Mechthild? Hat der im Kindergarten nicht aufgepasst!?"

Während der Vorstellung vom 06.12.2014.. Ox und Esel versuchen heraus zu finden was Babys eigentlich so essen. Ox bittet die Kinder um Hilfe und erfragt die Essgewohnheiten "Was bekommt ihr denn morgens immer so zum Frühstück" Ein Kind darauf: "Brot" Darauf der Ox "und was bekommst du zu trinken" Das Kind: "Wasser"

Bei der Vorstellung vom 05.12.2014 während sich Ox und Esel streiten wer von beiden nun die Mutterrolle übernehmen sollte schrie plötzlich eine Fünfjährige: "Ihr könnt doch beide Väter sein!". Ein unschlagbares Argument!